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Spitz-Ahorn

(Acer platanoides)

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10 — 20 m indigen LC
Habitus
Phanerophyt, coll-mont. Hellgelbe bis grünlich-gelbe Blüten in aufrechten Schirmrispen, sie erscheinen kurz vor den Laubblättern. Die Blütenstiele sind nicht behaart. Die Laubblattabschnitte sind zugespitzt, die Buchten dazwischen rund. Die Fruchtflügel bilden einen stumpfen Winkel. Halbschatten- bis Lichtbaumart (Lit). Der Baum kommt bei uns nur im Randbereich des Auwaldes vor, vielerorts wurde er gepflanzt. Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 13.04.2022 Auwald Marchtrenk
 
blühend, Standort
Während die Ulmen mit den frischen Früchten aus dem Auwald hervorstechen, gesellen sich nun auch die prächtig blühenden Spitz-Ahorne dazu. Aufnahme: 13.04.2022 beim Kraftwerk Pucking (Trauner Seite).
 
blühend, gepflanzt
Zunächst bezaubert der Baum durch seine Blüten, dann durch seine charakteristischen Blätter und schließlich wieder durch die leuchtend gelbe Herbstfärbung. Da ist es kein Wunder, dass der Spitz-Ahorn gerne als Park-, Allee- und also Zierbaum gepflanzt wird.
 
blühend
Aufnahmen: 13.04.2022 beim Kraftwerk Pucking
 
Blütenstand
Blütenstand mit Zwitterblüten: 8 Staubblätter und 2 Narben. Die Kronblätter sind etwas länger als die Kelchblätter.
 
Blüte nah
Am Fruchtknoten sind bereits in der Blüte die Flügel der Frucht angedeutet. Die Staubblätter sind in einem polsterförmigen Nektarring angeordnet.
 
Blütenstand von der Seite
 
 
austreibende Blätter
Aufnahmen: 11.04.2022 beim Puckinger See
 
Blatt
 
 
beblätterter Zweig
Aufnahmen: 01.06.2021 Weisskirchen
 
Habitus
Derselbe Baum wie im ersten Bild, aber nun beblättert.
 
Blätter
 
 
Früchte
 
 
Frucht
Aufnahmen: 05.05.2022 Auwald Marchtrenk

WP

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1333. A. platanoides L. (Spitzblättriger A., Spitz-A . — Spitzflader. Leimahorn.)
Baum 30—40' hoch, mit glatter, braungrauer Rinde und hartem Holze. Blätter die jungen gelbgrün, die entwickelten glänzendhellgrün, gleichfarbig, unterseits nur etwas blässer, beiderseits kahl, handförmig - 5lappig. Lappen buchtig-3 — 5zähnig, so wie die Zähne haarfein zugespitzt. Bucht der Blattlappen stumpf, Blattstiele milchend. Blüthen in aufrechten, bei der Fruchtreife überhängenden Doldentrauben. Blüthenstiele, Kelche und Kronblätter kahl. Blüthenstiele an der Basis sammt den jungen Blättern mehr minder drüsig. Kelchzipfel und Kronblätter freudiggelb, grün. Staubgefässe der männlichen Blüthen so lang oder länger, der zwitterigen Blüthen 2mal kürzer als die Kronblätter. Fruchtknoten kahl. Theilfrüchtchen sammt den Flügeln kahl. Flügel weit auseinander fahrend, beinahe wagrecht. Blüht schon vor oder bei beginnender Entwicklung der Blätter. Das Holz wird verarbeitet, aus dem Safte lässt sich Zucker, Essig und Branntwein gewinnen.
Anfang April — Mai


In Waldungen, an Ufern, in Auen, im ganzen Gebiete zerstreut, aber überall vereinzelt. Ueber Gneiss und Granit in den Mühlkreisen über 3000' aufsteigend und in den Bergschluchten z. B. im Rodelthale, Haselgraben, Naarleithen, an der Aist, in der Klammerleithen. Auf Moorgrund bei Lest, Weissenbach am Walde. An Ufern der Krems, des Sipp- und Sulzbaches, der Ens bei Steyr, bei der Burgruine Losenstein. In Voralpenwäldern, am Hofbergkogel bei Neustift, am Damberg bei Steyr, um Leonstein, an der Ruine Scharnstein, am Gmundnerberge, um Hallstatt, Ischl, Wolfgang, Mondsee. — Im Ibmermoose bei Eggelsberg, um St. Martin. Wird wie Vorige in Gärten und Alleen gepflanzt.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 101), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 Letzte Bearbeitung 20.10.2026

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