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Gänse-Fingerkraut

(Argentina anserina)

V — VIII Home Fettwiesen, Trittrasen, Ruderalfluren
15 — 50 cm lang indigen LC
Synonyme: Potentilla anserina, Tormentilla anserina. Hemikryptophyt, coll-sa. Die unterbrochen gefiederten Blätter haben 7-12 leicht versetzte Fiederpaare, mit kleinen Zwischenfiedern, unterseits silbrig glänzend. Die liegende Pflanze kriecht mit Ausläufern. Sie war früher auf Gänseweiden verbreitet (Lit). Als Heilpflanze: Krampflösendes und entzündungshemmendes Mittel. Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
 
 
06.08.2020 Pucking
 
Potentilla anserina
14.06.2009 Pucking
 
Potentilla anserina
23.04.2005 Pucking
 
beidseitig silbrig
 
 
Blattfiedern
Diese Blätter sind auch oberseits silbrig-grau behaart.
 
Blattfiedern
Aufnahmen: 22.05.2026 neben Forststraße beim Schacherteich

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1458. P. anserina L. (Gänserich, Gänsekraut.)
Wurzel spindeligästig, holzig. Stengel anfangs fast unmerklich klein, späterhin aber bis 3' sich ausläuferartig verlängernd, fädlich, schlängelig, gegliedert, einfach oder ästig, niedergestreckt, kriechend, an den Gelenken wurzelnd, sammt Blatt- und Blüthenstielen mehr minder dichtangedrückt oder abstehendbehaart. Blätter mit Ausnahme weniger verkümmerter Stengelblätter grundständig, gross, einscheidendgestielt, vielpaarig - unterbrochen - fiederschnittig. Abschnitte länglich, kämmig-eingeschnittengesägt, oberseits ziemlich kahl, grasgrün, unterseits seidenhaarig-silbergrau, seltener beiderseits seidenhaarig-grau oder beiderseits grasgrün. Gegen die Spitze des Blattes kleinere Abschnittpaare zwischen grösseren, nach der Basis des Blattes zu alle Abschnittpaare an Grösse abnehmend. Blüthen einzeln, aus den Gelenken des Stengels, langgestielt. Blüthenstiele ganz nackt, kürzer als die Blätter. Kronen gross, fast 1" im Durchmesser, goldgelb. Kronblätter verkehrteirund, stumpf, 2mal länger als die Kelchzipfel. Schalfrüchte kahl.
Mai — Herbst


Aendert ab:

  • α argentea Neilr. Blätter beiderseits gleichfärbig, seidenhaarig-silbergrau.
  • β discolor Neilr. Blätter 2 farbig, oberseits kahl oder fast kahl, grasgrün, unterseits seidenhaarig-silbergrau.
  • γ viridis Neilr. Blätter beiderseits gleichfärbiggrün, schwachbehaart oder oberseits kahl.

An Rainen, Wegen, in Dörfern, auf Triften, Weiden, in feuchten Gräben, Auen, an Ufern, über Kalk, Kies, Sandstein, Gneiss, Granit ebener und bergiger Gegenden gegen 2000' aufsteigend.
β Höchst gemein im ganzen Gebiete, α seltener, an Wegen neben Zäunen in Urfahr und in Nähe des Eisenbahnaufsitzplatzes alldort, an Dämmen der Eisenbahnen der Haide und an feuchten sandigen Gräben und Ufern.
γ Wahrscheinlich verkahlte Herbstform, sehr selten zufällig und unbeständig, z. B. am Donauufer bei St. Peter bei Linz, auf Kiesbänken der Donau bei Plesching.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 218), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 30.06.2026

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