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Buchs-Kreuzblume

(Polygala chamaebuxus)

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5 — 15 cm indigen LC
Polygala chamaebuxus
Synonyme: Chamaebuxus alpestris, Chamaebuxus unguiculata, Polygala unguiculata, Polygaleoides chamaebuxus, Zwergbuchs. Chamaephyt, coll-sa. Der Zwergstrauch hat immergrüne, ledrige Blätter. Die Blütenhülle kann gelb-weiß oder purpurrot-gelb sein. Das untere große Kronblatt ist vorn 4-lappig (Lit). Die häufige bis zerstreute Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist aber nur im alpinen Naturraum ungefährdet. Sie ist im nördlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum gefährdet, in der Böhmischen Masse stark gefährdet und im südöstlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Polygala chamaebuxus
 
 
Polygala chamaebuxus
Aufnahmen: 27.06.2012 Auener Alm, Stoanerne Mandl, Sarnthein
 
Polygala chamaebuxus
Die Buchs-Kreuzblume zwischen den langen Blättern der Nacktstängel-Kugelblume. Aufnahme: 09.06.2012 Loseralm
 
Polygala chamaebuxus
Aufnahme: 08.05.2010 Steinbruch bei Adnet
 
Polygala chamaebuxus
 
 
Polygala chamaebuxus
Aufnahmen: 25.04.1983 Gaisberg, Salzburg
 
im schattigen Unterholz
 
 
im schattigen Unterholz
Aufnahmen: 30.04.2024 Veichltal

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1338. P. Chamaebuxus L. sp. (Buxbaumblättrige K. — Immergrüne K.)
Sträuchlein, Stengel die älteren holzig, graubraun, kriechend, ästig. Aeste hellgrün, liegend, schlängeligaufstrebend, 4" bis über 1' lang, kahl wie die ganze Pflanze. Blätter immergrün, steiflederig, glänzend, stachelspitz, die unteren verkehrteiförmig, kleiner, die übrigen länglichlanzettlich oder elliptisch, Blüthen einzeln oder zu zweien, endständig - oder blattwinkelständig- kurzgestielt. Deckblättchen zu 3, oval, sehr klein, schuppenförmig. Kronen beiläufig 0,5" lang, vorwaltend gelb oder purpurroth, so lang oder kürzer als die Flügel. Schiffchen mit einem kleinen, 4lappigen Anhängsel. Flügel schiefeiförmig, in die Höhe gerichtet oder zurückgeschlagen, nervenlos, netzaderig. Vor dem Fruchtstadium einer Genista in der Tracht ähnlicher als einer Polygala, besitzt aber 8 Staubgefässe mit 1 fächerigen Staubknoten, während alle Papilionaceen 10 Staubgefässe mit 2fächerigen Staubknoten haben.
Im Frühling, zuweilen im Herbste das 2. Mal.


Aendert ab:

  • α lutea Neilr. Krone sattgelb. Flügel gelblichweiss, manchmal trübröthlichüberlaufen.
  • β purpurea Neilr. Kronröhre und Flügel purpurroth und nur der Kronsaum gelb.

 

  • α Auf Bergwiesen, in Holzschlägen, an Waldrändern der Berg- und Voralpenregion und hie und da an Ufern der subalpinen Gewässer in den Thalsohlen angesiedelt. Ueber Wienersandstein bei Kirchdorf, Neupernstein, um Mondsee u. s. w. Ueber Kalk allgemein verbreitet, am Almkogl bei Weyer, am Hochramskogl bei Neustift, im Bodinggraben, in der Molln und auf sämmtlichen Bergen um Windischgarsten, im Stoder und um Spital hie und da in die höhere Alpenregion aufsteigend, gemein. Angesiedelt an Ufern der Traun oberhalb Wels, am Ufer der Ager zwischen Stadl bei Lambach und Schwanenstadt, am Ufer des Attersees. Massenhaft am Traunfalle, am östlichen Ufer des Traunsees am Fusse des Traunsteins, an der krummen Steyerling, Ens und Steyer.
  • β An Waldrändern zwischen Roitham und dem Traunfalle, auf Bergwiesen um Michldorf, bei Klaus, im Hinterstoder und in meisten Wäldern des Salzkammergutes mit var. a gemein."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 107), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 15.01.2026

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