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Silber-Weide

(Salix alba)

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5 — 30 m indigen LC
Kätzchen
Synonym: Salix pallida, Weiß-Weide. Phanerophyt, coll-um. Die Blattunterseite ist dicht-seidenhaarig und je nach Lichteinfall schimmernd. Junge Äste sind anliegend behaart, auch die Laubblattoberseite weist eine Behaarung auf. Die Äste zweigen spitzwinkelig ab. Der Laubblattrand ist fein gesägt, auf den Zahnspitzen sitzt je eine Drüse. Die 5 — 9 cm lange Spreite ist lanzettlich bis schmallanzettlich. Auf dem Foto sind die männlichen Kätzchen abgebildet. Ihre Deckblätter sind am Grund kraus-zottig behaart, die Staubfäden nicht miteinander verwachsen, 2 Staubblätter (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor. Im pannonischen Raum ist sie gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Kätzchen nah
 
 
Blattunterseite
Seidige Behaarung der Blattunterseite
 
Habitus
Blühende, alte männliche Silberweide.
 
Borke
Aufnahmen: 28.04.2022 Hasenufer bei Pucking
 
Habitus
Strauchförmig wachsende weibliche Silberweide
 
weibliche Ähren
 
 
Blattunterseite
Auf den Zähnchen des Blattrandes sitzen Drüsen.
 
Blattoberseite
 
 
weibliche Ähre nah
 
 
Fruchtknoten und Tragblätter
Die Fruchtknoten sind völlig kahl, ebenso die Spitzen der Deckblätter; diese sind nur am Grund kraushaarig.
 
Zweig
Behaarung der Äste
 
Borke
Aufnahmen: 25.04.2022 an der A1 bei Pucking
 
Salix alba
 
 
Salix alba
Auch die Laubblattoberseite mit anliegenden Haaren; Laubblattspitze lang ausgezogen.
 
Salix alba
Aufnahmen: 16.07.2008 Salzachufer, Ach
 
Trauerweide
Trauerweiden sind meist Kultur-Hybriden mit Salix alba: S. alba x S. babylonica mit gelben, peitschenartig hängenden Zweigen. Aufnahme: 11.10.2013 Brenta-Kanal

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"393. S. alba. L. (Weisse Weide, Silberweide.)
Baum mit graugrünem, vom Winde bewegt, silberig schillerndem Blattwerke, bis 60' Höhe erreichend. Stamm aschgrau, rissig, Zweige weniger leicht abzubrechen als an S. fragilis, in der Regel olivengrün, gelb oder röthlichbraun, im Herbste zuweilen dottergelb bis menigroth sich färbend. Blätter lanzettlich oder länglich-lanzettlich, in den Blattstiel verschmälert, vorne lang zugespitzt, scharf- und feinsägezähnig, oberseits dunkelgrün, rückwärts weissgrau, beiderseits oder mindestens rückwärts seidenhaarig. Nebenblätter sehr klein, lanzettlich. Kätzchen gestielt, Stiel mit 1 — 5 jungen Blättern besetzt; Kätzchenschuppen einfarbig, bleibend oder abfallend, seidighaarig - wollig. Seidenhaare aber nicht so lang, dass sie das Kätzchen vor dem Aufblühen in einen Pelz einhüllen könnten. Männliche Kätzchen walzlich, gerade oder bogig, 1 — 2,5" Jang, 2 — 3''' breit, hellgelb; Staubfäden je 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen etwas länger, aber schmäler, grün. Fruchtknoten eiförmig, zuletzt kahl, sitzend oder kurzgestielt, Stielchen höchstens so lang als die Honigdrüse; Narben fast sitzend, dicklich, ausgerandet, abstehend. Kapseln grün oder gelb.
April — Mai


Aendert ab:

  • α vulgaris. (S. alba L. sp.) Zweige olivengrün oder bräunlich, Blätter oberseits dünn-, unterseits dichtseidigbehaart. Kapseln grün.
  • β vitellina. (S. vitellina L . sp.) Zweige dottergelb oder hell-menigroth. Blätter wie bei α. Honigschuppen und Kapseln citronengelb.
  • γ coerulea. (S. coerulea Sm.) Blätter kahl oder fast kahl, unterseits bläulichgrau.

An Ufern, Bächen, Wegen, in Auen durch das ganze Gebiet. α und β sehr gemein, letztere häufig bei Leonstein, γ sehr selten in Donauauen."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 332), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 26.09.2026

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