Ranunculales > Ranunculaceae > Thalictrum lucidum

Glänzende Wiesenraute

(Thalictrum lucidum)

VI — VII Home Auwälder, wechselfeuchte Wiesen
60 — 120 cm indigen LC
Synonym:Thalictrum angustifolium. Hemikryptophyt, coll-mont. Die ausdauernde Pflanze wird im Normalfall bis 120 cm hoch. Das Exemplar in meinem Garten schaffte 180 cm. Ausladende Rispe, Endabschnitte dichtblütig. Blüten aufrecht, Staubblätter abstehend (nichts hängt). Die Antheren sind stumpf. Die obersten Fiederblättchen sind sehr schmal-linealisch, ebenso im mittleren Stängelbereich. Fiederblättchen im unteren Stängelabschnitt sind die Blättchen wesentlich breiter (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Vorarlberg (?) vor. Sie ist in der Böhmischen Masse und im südöstlichen Alpenvorland gefährdet, im pannonischen Raum stark gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Wechselfeuchte Böschung im Naturschutzgebiet "Halbtrockenrasen an der Traun in Pucking"
 
 
 
Aufnahmen: 18.06. und 23.06.2020 Pucking
 
Thalictrum lucidum
 
 
Thalictrum lucidum
 
 
Thalictrum lucidum
 
 
Thalictrum lucidum
 
 
Thalictrum lucidum
13.07.2014 Pucking

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1078. T. flavum L. (Gelbe W.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief, abgebissen, mit starken Fasern büschelförmig besetzt, manchmal stielrunde, unterirdische Ausläufer treibend. Stengel 1 — 4' hoch, aufrecht, gefurcht, röhrig, unbereift, kahl, von der Basis bis zur Doldentraube beblättert. Blätter im Umrisse 3eckig - länglich, länger als breit, an Färbung, Grösse und Gestalt sehr abändernd, kahl oder an den Blattstielscheiden flaumig, an den Verästelungen der Schnittstiele bald mit, bald ohne häutige Nebenblättchen. Oehrchen der oberen Blattscheiden eiförmig oder eilänglich, zugespitzt. Blattabschnitte verkehrt-eikeilförmig, länglich-keilförmig oder lineal abändernd, 2—3 spaltig oder ungetheilt, die oberen Blätter immer schmäler als die unteren, zuweilen fädlich. Blüthen sammt den Staubgefässen aufrecht, gegen die Spitze der Stengel in eine gedrungene Doldentraube gehäuft; Doldentraube bald reichblüthig bis 0,5' im Querdurchmesser, bald kümmerlich, kaum vom Umfange einer Wallnuss. Kelchblättter und Staubknoten hellgelb.
Juni — Juli


Aendert im Gebiete ab:

  • α angustifolium. (T. angustifolium Jacq. — T. angustissimum Crantz.) Wurzelstock abgebissen, an der Stengelbasis ein Büschel starker Fasern treibend. Blätter oberhalb dunkelgrün, glänzend, unterseits blasser, matt, am Rande sehr fein umgerollt, etwas lederig. Abschnitte schmallineal, oder die der oberen Blätter fädlich, meistens ungetheilt.
  • β variifolium. (T. flavum Crantz. — T. nigricans Jacq. — T. laserpitiifolium Willd.) Wurzelstock kriechend, gegliedert, an den Gliedern faserbüschelig. Blätter oberseits grasgrün, matt, unterseits duftiggrün. Abschnitte der unteren Blätter verkehrt-eikeilförmig, 2 — 3spaltig, oft sehr breit und dann auch 5spaltig, die der oberen Blätter lineallänglich oder länglich-keilig, ungetheilt oder 2 — 3spaltig.

 

  • var. α. Auf sumpfigen Wiesen über Donaualluvium zwischen Jochenstein und Engelszell, um Mühllacken, Ottensheim, an der Ortschaft Bachl in Urfahr. Häufig auf feuchten Wiesen zwischen dem Stockhofe und dem Sophiengütl zu Linz und längs der Strasse vom Greutterhofe nach dem Weingartshofe. Auf feuchten Wiesen über Traun- und Kremsalluvium, oberhalb Wels, bei Lambach, um Kremsmünster, in Aumayrwörth, um Rohr, Achleithen. Ueber Wienersandstein um Kirchdorf, Schlierbach. Zuweilen in Exemplaren über 5' Höhe, in subalpinen Thälern z. B. bei Weyer am Fusse des Almkogls, um Windischgarsten, zwischen Ischl und Ebensee. Ein sehr schmalblättriges Exemplar von T. flavum v. angustifolium fand Dr. Schiedermayr auf der Pleschingerau. Der von Brittinger in seiner Flor. v. Oberöst., pag. 109, unter Th. simplex var. β angeführte Standort: auf der Pleschingerau der Donau bei Plesching (Schiedermayr) scheint ersterer und nicht letzterer Pflanze anzugehören (Schiedermayr’s briefliche Mittheilung). T. flavum α angustifolium hat Blüthen, die sammt den Staubgefässen aufrecht stehen, T. simplex β angustisectum Neilr. hat aber sammt den Staubgefässen niederhängende Blüthen, letzteres scheint im Gebiete nicht vorzukommen.
  • var. β Mitunter an Standorten der varietas α. Vorzüglich aber in Auen der Donau und an Ufergebüsch, z. B. über Gneiss bei Passau, Hafnerzell, Engelszell. Ueber Donaualluvium bei Ottensheim, Steyregg. Ueber Traunalluvium bei Wels, Lambach. Auf torfigen Wiesen bei Neidharting nächst Wimsbach. Um Kremsmünster, um Aistersheim, Aurolzmünster. In Innauen bei Reichersberg u. s. in den Flussniederungen des ganzen Gebietes zerstreut."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 340), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 09.04.2026

zum Seitenanfang