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Glatthafer

(Arrhenatherum elatius)

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80 — 120 cm indigen LC
Arrhenaterum elatius
Synonyme: Arrhenaterum avenaceum, Avena elata, Holcus avenaceus, Französisches Raygras. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Rispe ist 10 — 25 cm lang. Die Deckspelzen der männlichen Blüten haben eine lange Rücken-Granne, die das Ährchen weit überragt. Die untere Hüllspelze ist einnervig, die obere dreinervig (Lit). Die sehr häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 20.05.2007 Pucking
 
Arrhenaterum elatius
Name Arrhenatherum: gr. arrhen = männlich, ather = Granne. Die männliche Blüte trägt eine lange Granne.
 
Arrhenaterum elatius
 
 
Arrhenaterum elatius
 
 
Arrhenaterum elatius
Ährchen mit nur einer Zwitterblüte, unten eine einzige männliche Blüte, deren Deckspelze eine Rückengranne besitzt (keine Spitzengranne!). Futtergras; die ursprüngliche Heimat liegt im westlichen Submediterran (Südfrankreich). Erregt Heuschnupfen.
 
Arrhenaterum elatius
Lang behaarte Ährchenachse
25.05.2007 Garten, Pucking

WP

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"42. A. elatius. Presl. ( A. avenaceum Pal. d. B . — Avena elatior L . sp. — Holcus avenac. Scop. Gemeiner G .)
Wurzelstock faserig, rasig, Halme aufrecht, 2 —4' hoch, schlank, gerillt, an der Basis zuweilen knotig verdickt, nebst Blättern und Blattscheiden kahl, grasgrün; Blätter breitlineal oder lineallanzettlich, lang zugespitzt; Blatthäutchen kurz, gestutzt, am Rande gezähnelt. Rispe 6—10" lang, schmal, zur Blüthezeit locker ausgebreitet, zur Fruchtzeit zusammengezogen, lineallänglich, mit der Spitze überneigend, Aeste und Aestchen ungleich lang, fädlich, schärflich. Aehrchen lanzettlich, glänzend, weiss mit grünen Streifen, zuweilen violettgescheckt; Spelzen an der Basis meist mit sehr kurzem Haarbüschelchen gestützt; Granne der männlichen Blüthe gekniet, schwarzbraun, viel länger als die Klappen.
Juni — Juli


Aendert ab:

  • α simplex. Neilr. (Avena elatior Schreb. — Holcus aven. L . B . — Arrhen. av. R. ic.) Halme an der Basis nicht knollig verdickt, meist einzeln oder in lockeren Rasen.
  • β nodosum. Reichb. ic. (Avena bulbosa W. — Holcus bulb. Schrad.) Halme an der Basis in 1—4, zuweilen erbsengrosse übereinander stehende Knollen verdickt, meist in einen dichten Rasenstock zusammengedrängt.

Auf Wiesen, an Acker- und Wegrändern, auf Dämmen, in Auen.
α Im ganzen Gebiete gemein und als vortreffliches Futtergras (französisches Raigras) hier und da auf Wiesen ausgesäet. Massenhaft auf allen Thalwiesen um Kirchdorf.
β Seltener. Um Linz zunächst am Damme vor dem Seminar am Freinberg; an Mauern im Pflaster (Urfahr - Linz), ober dem Hagen bei den Bauern auf der Windflach , auf Dämmen und Schotterhügeln auf der Haide. Um Steyr, Kirchdorf, Gmunden u. s. w.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 38), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 29.11.2025

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