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Ližnjan: Bucht Luka Kuje

Koordinaten: 44°49'25.51"N, 13°58'49.48"E

Eine Bucht mit einem öffentlichen "Beach" an der Südseite, zentral eine Bootsanlegestelle und an der Nordseite ein flacher Strandverlauf mit viel Salz-Alant, Strandflieder und jeder Menge aus dem Becken angeschwemmten Mülls. Zunächst gar nicht einladend.
 
Das Wasser ist aber für einen Bootshafen überraschend klar und man sieht schon von außen, dass auf den flach verlaufenden Felsen unter Wasser viel wächst. Man erwartet Schlick und deren Bewohner und schnorchelt über eine bunte Algenwelt.
 
Die ersten paar Meter geht man im knöcheltiefen Wasser über flache Blöcke, die dicht mit einer knorpeligen Braunalge (oder Laurencia?) überwachsen sind (fühlt sich angenehm griffig und überhaupt nicht schleimig an, wie ein Teppichboden).
 
Ab 30 cm Tiefe zeigt sich ein sehr buntes Bild: Die Felsen sind dicht mit Cystoseira bewachsen, doch sind sie von der weißen Wrangelia völlig überwuchert. Dazwischen ist immer wieder Laurencia eingesprengt. In den verbleibenden Lücken wächst Padina.
 
Kippt man die Büsche etwas zur Seite, dann erkennt man die verkrusteten Stämmchen der Cystoseira und weiterer Aufwuchs wird sichtbar: Feine Rotalgen, sogar ein Schuppenblatt. Um das zu sehen, ist ein Abtauchen nicht notwendig.
 
In nur 1-2 Meter Tiefe befinden sich zwischen den parallel verlaufenden Felsblöcken Rinnen oder Ausbuchtungen, die mit feinem Kies oder Sand gefüllt sind. Hier begegnet man mit Sicherheit einer Grundel oder einem Lippfisch. Die Grundel hat hier einen idealen Lebensraum. Blitzschnell kann sie unter dem Felsen verschwinden, um aber gleich wieder vorsichtig herauszukommen. Man möchte meinen, sie sei neugierig, eher trifft fressgierig zu, denn Schnorchler wühlen den Sand auf (lästig, wenn man fotografieren will) und das setzt immer Nahrungspartikel frei.
 
Auf diesem Kies findet sich auch die Grünalge Dasycladus vermicularis.
 
An steileren Blockwänden findet man die Meerkette zwischen Lederschwämmen (Ircinia und Sarcotragus) und Kraterschwämmen.
 
Siebanemone in einer kleinen Höhlung.
 
Schriftbarsche flüchten gerne unter Blockvorsprünge. Aufnahmen vom 29.07.2006
 
Etwas weiter draußen in der Bucht gibt es einen reinen Sedimentboden mit einer angrenzenden Cymodocea-Wiese.