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Scharfer Mauerpfeffer

(Sedum acre)

VI — VIII Home Ruderalfluren, Felsen, Mauern
5 — 12 cm indigen LC
Einzelblüte
Synonyme: Sedum glaciale, Sedum krajinae, Sedum neglectum, Sedum wettsteinii. Chamaephyt, coll-mont. Die wechselständigen, sitzenden Laubblätter sind stumpf, eiförmig und ohne Stachelspitze. Sie schmecken nach einigem Kauen scharf. Am Grund haben sie keinen spornartig abstehenden Höcker. Die 5 leuchtend goldgelben Kronblätter sind zugespitzt (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor. Sie ist im südlichen Alpenvorland beinahe gefährdet (Lit). In Istrien in höheren Lagen eher selten, zerstreut im Küstengebiet und auf den Kvarner Inseln (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blühtriebe
 
 
Blätter
 
 
Habitus
Auf der Mauer eines Weingartens
 
Habitus
Aufnahmen: 03.06.2021 Weißenkirchen
 
Habitus
Koordinaten des Standortes: 48°13'22.77"N, 14°15'7.07"E. Aufnahme: 19.06.2020 Traun
 
Habitus
Aufnahme: 17.05.2022 Insel Sveti Ivan, Rovinj

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1040. S. acre L. (Scharfe F. — Mauerpfeffer. — Steinpfeffer.)
Wurzel faserig, einen dichten, polsterförmigen Rasen liegender und aufstrebender Stämmchen treibend. Stengel aufrecht oder aufsteigend, einfach, kahl wie die ganze Pflanze, die blühenden Stengel 1,5—4" hoch, die unfruchtbaren kürzer, dichter beblättert. Blätter grasgrün, zuweilen röthlich, kurzeiförmig oder stumpf 3kantig, fleischig, stumpf, mit stumpfer Basis sitzend, auf dem Rücken oft buckelig, an den blühenden Stengeln zerstreut, an den unfruchtbaren mehr minder dachig, alle scharf beissend, pfefferartig schmeckend. Blüthen in endständigen, armblüthigen, oft einseitswendigen Trugdolden. Blüthentheile 5 zählig. Staubgefässe 10. Kronblätter goldgelb. Samen rundlich - elliptisch.
Juni — Juli


Auf Felsen, Mauern, kiesigen Boden, auf verschiedener, jedoch meist quarzsandiger Unterlage in niedrigen wie gebirgigen Gegenden, allenthalben sehr gemein, nur in den Kalkvoralpengegenden minder häufig. Um Linz zunächst an den Donauufer-Felsenwänden unzugängliche Stellen mit hochgelben Rasenpolstern schmückend, an Steindämmen, auf Kiesbänken in Auen, in Schottergruben der Landstrasse.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 309), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 Letzte Bearbeitung 07.11.2026

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