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Blutwurz

(Potentilla erecta)

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10 — 30 cm indigen LC
Potentilla erecta
Synonyme: Potentilla sylvestris, Potentilla tormentilla, Tormentilla erecta und weitere 142, Tormentill. Hemikryptophyt, coll-sa. Die gelben Blüten sind 4-zählig. Die sitzenden Stängelblätter sind 3-zählig, 2 Nebenblätter sind fingerig gelappt. Die Blättchen der Grundblätter weisen beidseitig je 3 Zähne auf. Die Pflanze wächst aufsteigend bis aufrecht (Lit). Die häufige Art kommt in allen Naturräumen aller österreichischen Bundesländer vor. In den Alpenvorländern ist sie beinahe gefährdet, im pannonischen Raum gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Potentilla erecta
Aufnahmen: 05.06.2015 Bernerau
 
Habitus
Koordinaten des Standortes: 48°4'20,44"N, 12°51'37,71"E. Aufnahme: 07.05.2024 Filzmoos
 
Habitus
 
 
Habitus
Aufnahmen: 09.08.2020 in einem Forststraßengraben in Schöneben, Ulrichsberg.
 
Potentilla erecta
Aufnahme: 06.07.2016 Downings © Judith Winter
 
Potentilla erecta
 
 
Potentilla erecta
 
 
Potentilla erecta
 
 
Potentilla erecta
4 Kronblätter
 
Potentilla erecta
Blätter sitzend, gezähnt, 3-teilig, mit 2 gelappten Nebenblättern. Aufnahmen: 28.07.2013 Planneralm

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"14 60. P. Tormentilla Scop. (Tormentilla erecta L. — Torm. officinalis Curt. Blutwurzeliges F. — Rothwurzel. — Ruhrwurz. — Fingerkraut. — Rothe Heilwurz.)
Wurzelstock walzlich, knotig, manchmal knollenförmig, schief, abgebissen, steiffaserig, aussen trüb blutroth, innen weiss mit rothem Sterne im Querdurchschnitte, geruchlos, sehr adstringirend. Stengel 3"— 1' hoch, liegend, aufsteigend, seltener aufrecht, nie wurzelnd, im Verhältnisse zum derben Wurzelstocke fast fädlich dünn, nebst Blatt- und Blüthenstielen und Kelchen abstehend- oder angedrücktbehaart, oberhalb trugdoldigästig, vielblüthig, aber die Blüthenstiele durch Fehlschlagen oft einzeln blattgegenständig. Blätter, grundständige, gestielt, handförmig - 5schnittig mit eiförmigen, tiefgesägten Abschnitten, zur Blüthezeit fehlend, stengelständige 3schnittig, der grossen, den Blättern sehr ähnlichen Nebenblätter halber scheinbar 5schnittig, gegenständig sitzend. Abschnitte keilig länglich, eingeschnittengesägt, angedrücktbehaart oder fast kahl, gleichfarbig grasgrün. Nebenblätter handförmig-eingeschnitten, mit lanzettlichen, langzugespitzten Zipfeln den Blättern gegenständig. Kelch meist 4spaltig mit 4 dazwischen gestellten Deckblättern. Kronen klein, nur 4—6''' im Durchmesser, gelb. Kronblätter meist 4, verkehrtherzförmig, grösser als die Kelchzipfel. Schalfrüchte kahl, etwas runzelig. Die officinelle, im Frühjahre oder Spätherbste auszugrabende Wurzel ist als adstringirendes Heilmittel gegen Durchfälle, Rühren, Blutflüsse aus Schwäche und Auflösung der Gefässe, gegen Scorbut in Anwendung. Dient auch zu technischem Gebrauche, zum Rothfärben, Gerben und Tintebereitung.
Juni — Herbst


Sowohl auf feuchten Wiesen, in Auen, auf Torfmooren, als auch auf trockenen Hügeln, selbst auf Felsen, in Laub- und Nadelhölzern. Ueber Sandstein, Quarzfels, Gneiss, Granit, Hornblende, Kalk niedriger und gebirgiger Gegenden des ganzen Gebietes gemein. Massenhaft aber auf torfhältigen Hochmooren der Mühlkreisberge, am Dreisesselgebirge bis 4000' aufsteigend, über alle Ausläufer des böhmischen und bairischen Waldes verbreitet.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 219), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 11.07.2026

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