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Clusius-Fingerkraut

(Potentilla clusiana)

VI — VIII Home Kalkfelsen, Felsschutt
5 - 10 cm endemisch LC
Potentilla clusiana
Synonyme: Fragaria clusiana, Fragariastrum clusianum, Ostalpen-Fingerkraut. Hemikryptophyt, (sa-)alp. Die Blütenstände überragen die 5-zähligen grundständigen Laubblätter. Die Staubfäden sind kahl, die reifen Griffel sind purpurn. Die Früchte sind an der Spitze behaart. Die Kelchblätter sind rötlich (Lit). Die häufige bis zerstreute Art kommt nur im alpinen Naturraum der Bundesländer Salzburg, Kärnten, Steiermark, Ober- und Niederösterreich vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Potentilla clusiana
Die Kelchblätter sind rot überlaufen.
 
Potentilla clusiana
Die Staubfäden sind kahl.
 
Potentilla clusiana
Die Griffel sind purpurn (im verblühten Zustand), die Früchte sind an der Spitze behaart (Haarschopf).
 
Potentilla clusiana
Seidig behaarte Blätter. Aufnahmen: 14.08.2008 knapp oberhalb der Baumgrenze am Hofersteig auf den Pyhrgas.
 
Potentilla clusiana
Aufnahme: 28.08.2008 am Nordgrat des Schrocken

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1456. P. Clusiana Jacq. flor. a. (P. caulescens Jacq. en. non L. — Fragaria c. Crantz. Clusisches F.)
Wurzelstock walzlich, holzig, schwarzbraun, senkrecht oder schief, reichzaserig, vielköpfig. Köpfe derb, schopfig, oft stämmchenartig verlängert, dichte Rasen, aber keine beblätterten Ausläufer treibend. Stengel 1—3" lang, aufsteigend, 1—3blättrig, 1—5blüthig, in der Mehrzahl aber 3gabelig, 3blüthig, sammt den Blattstielen, Blüthenstielen und Kelchen purpurn überlaufen und von langen, weissen, abstehenden Haaren zottig. Blätter der Wurzelköpfe handförmig-5schnittig, nur einige 3schnittige zuweilen untermischt, gedrungen, kurzgestielt, kürzer als die Stengel, die stengelständigen 3 — 5schnittig, kleiner. Abschnitte länglichlanzettlich oder keilig, ganzrandig, nur an der Spitze mit 3—5 zusammenneigenden Zähnen, gleichfärbig, grasgrün, oberseits fast kahl, unterseits und am Rande seidenhaarig-zottig. Kronen ansehnlich, 8—12''' im Durchmesser, milchweiss. Kronblätter verkehrteiförmig, länger als die Kelchzipfel. Staubfäden kahl. Staubknoten purpurn. Schalfrüchte durchaus zottig.
Juli — Aug.


An Holzriesen, in Felsenritzen, im Gerölle der Kalkalpen bis 7000' und auf den angrenzenden höheren Voralpen. Am Almkogel bei Weyer, am Haltersitze ober den Feichtauer Bergseen bis fast zur höchsten Spitze des hohen Nocks bei Molln. Am kleinen Priel im Vorderstoder, am grossen Priel, an der Klinserscharte, am Kirchtag, Schracken im Hinterstoder, auf Kalkfelsen im Redtenbach bei Windischgarsten (Schiedermayr). Am Lahnafelde bis zum Plateau des Warscheneggs; am grossen Pyrgas, Bosruck bei Spital am Pyhrn. Am Traunstein an östlichen und südlichen Abhängen. Am Dachsteingebirge Nähe des Karleisfeldes auf der Ochsenwieshöhe (Kerner). Am Feuerkogel der höchsten Elevation des Höllengebirges bei Ebensee, am Schafberge bei Mondsee, am Steingebirge des Attersees.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 216), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 08.07.2026

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