Rosales > Rosaceae > Dryas octopetala

Silberwurz

(Dryas octopetala)

VI — VIII Home Kalkfelsfluren, Polsterseggenrasen
2 — 5 cm indigen LC
Blüte
Synonyme: Geum octopetalum, Geum chamaedrifolium. Chamaephyt, alp. Die verholzte Pflanze ist niederliegend, ein Teppichstrauch. Die weißen Blüten haben meist 8 Kronblätter (7 — 9). Die immergrünen, elliptischen Blätter sind tief gekerbt, oberseits kahl, unterseits dicht weißfilzig. Die Pflanze steht unter Naturschutz (Lit). Die häufige Art kommt im alpinen Naturraum in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 20.07.1985 Röllsattel im Toten Gebirge
 
Dryas octopetala
 
 
Dryas octopetala
Aufnahmen: 24.07.2015 Seetal
 
Dryas octopetala
 
 
Dryas octopetala
 
 
Dryas octopetala
Aufnahmen: 19.08.2008 Schafluckensteig beim Langbathsee

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1473. D. octopetala L. (Geum chamaedryfolium Crantz. Gemeine S.)
Halbsträuchlein. Stämmchen holzig, ästig, niedergestreckt, Aeste kurz, aufrecht, zierliche, flache Rasen von Blätterbüscheln und Blüthenstielen treibend. Blätter immergrün, herzförmiglänglich, gekerbtgesägt, stumpflich, oberseits kahl, glänzend dunkelgrün, unterseits dicht weissfilzig, am Rande umgerollt. Blattstiele so lang als das
Blatt, zottig. Nebenblätter an den Spitzen der Aeste schopfiggehäuft, lanzettpfriemlich, abstehendzottig. Blüthenstiele einzeln, aus der Spitze der Aeste 0,5—3" lang, sammt Kelchen mehr minder zottig, am oberen Theile wie auch die Kelche überdies mit kurzen, drüsentragenden Haaren bestreut, 1blüthig. Kronen ansehnlich, 8—12" im Durchmesser, reinweiss, getrocknet röthlichgelb. Schalfrüchte zottig.
Juni — Aug.


In Felsspalten und im Kalkschutte der Krummholzregion der Alpen allgemein verbreitet, auch hie und da bis zu den Gipfeln aufsteigend oder mit dem Geschiebe der Alpenwässer in die Thäler geführt und an deren Ufern angesiedelt. Am Almkogel bei Weyer, an Bachufern bei Reichraming, am Wege vom Gleinkersee zur Lackneralm und auf der Speikwiese des Warscheneggs, im Redtenbachthale bei Windischgarsten. Im Krummholze des hohen Nocks, an der Strasse nach Hinterstoder bei der Strumboding, im Kalkgrus der Steyerling beim Brunnwinkel mit Daphne Cneorum, am Wege von der Polsterlucke zur Polsteralm und auf sämmtlichen Alpen im Vorder- und Hinterstoder und um Spital am Pyhrn. Auf den Gmundner- und Ausseeralpen, am Dachsteingebirge, Kranabitlsattel, am Schafberge, am Griesberge bei Mondsee hart an die Strasse herabsteigend, am Fusse des Steingebirges am Attersee, zunächst der Strasse von Weissenbach nach Ischl u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 229), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 08.06.2026

zum Seitenanfang