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Schopfige Traubenhyazinthe

(Muscari comosum)

IV - VI Home Trockenrasen, Gebüschsäume
30 - 110 cm indigen NT (A), LC (HR)
Habitus
Synonyme: Leopoldia comosa, Hyacinthus comosus. Geophyt, coll-mont. Die Perigonzipfel der unteren, fast waagrecht abstehenden fruchtbaren Blüten sind grünlich bis bräunlich grün. Die unfruchtbaren, lang gestielten Schopfblüten sind violett und dienen als Schauapparat und sind kleiner als die fruchtbaren Blüten (Lit). Sie ist im alpinen Raum und in der Böhmischen Masse gefährdet, im nördlichen Alpenvorland sogar stark gefährdet (Lit) In Oberösterreich ist sie vom Aussterben bedroht und geschützt (Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Naturschutz: Geschützte Pflanzen in Oberösterreich, Februar 2020). In Istrien hingegen kommt sie zerstreut bis häufig vor (Lit).
 
Habitus
Aufnahmen: 18.04.2023 beim alten Steinbruch Montauro in Rovinj
 
Habitus
Auf dem Foto sind auch Exemplare des Zungenständels zu sehen. Aufnahme: 28.04.2008 Kamenjak, Premantura
 
unfruchtbare Blüten
 
 
fruchtbare Blüten
Aufnahmen: 28.04.2007 Kamenjak, Premantura
 
Habitus
Die Halblichtpflanze gedeiht an sehr warmen, trockenen und mäßig stickstoffreichen Standorten (Lit).
 
hohes Exemplar
Dieses Exemplar ist etwa 80 cm hoch!
 
Blütenschopf
Aufnahmen: 24.06.2012 Unterbergern
 
Eine fast historische Aufnahme: 1998 neben dem Weg duch den Wald direkt neben der Heißlände Traunau (Ökofläche OEKF06512) Koordinaten des Fundortes: 48°12'23.33"N, 14°12'51.30"E

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"258. M. comosum. Mill. (Hyacinthus c. L: sp. Schopfblüthige M.)
Zwiebel eiförmig, weisslich. Blätter grundständig, 0,5-1''' breit, breitlineal, rinnig, kurz zugespitzt, schlaff zurückgebogen oder liegend, grasgrün, zur Blüthezeit meist schon verwelkt. Schaft aufrecht, 1-2' hoch, in eine verlängerte, unterhalb lockere, oben schopfige Traube übergehend. Perigone kantig-walzlich, die unteren grünlichbraun, wie verwelkt aussehend, aber fruchtbar, an wagerechten Stielchen abstehend, locker, die obersten sammt den Blüthenstielen und der Spindel azurblau, länger gestielt, schopfig, mit aufsteigenden Blüthenstielen, unfruchtbar.
Mai — Juni
Meist mit der Aussaat unter Getreide auf Aeckern, zuweilen auch an Waldrändern, in jungen Baumpflanzungen. Um Linz zunächst auf der Haide bei St. Peter beim Käferbauer und beim Scheubagütel, fast jährlich, auf Aeckern bei Niedernreith, in der Gegend vom Weingartshof, Neubau, Wels. Bei Kremsmünster in Feldern oberhalb des Friedhofes und am Eingange in das Lärchenwäldchen (Hofstetter), um Weyer u. s. in den fruchtbaren Strichen des Gebietes zerstreut, nicht überall, aber stellenweise sehr häufig."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 207), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.

 

 Letzte Bearbeitung 02.05.2023