"1089. R. aquatilis L. (Batrachium a. Wimm. Wasser - H.)
Wurzel faserig. Stengel stumpfkantig, schiefaufsteigend, an den unteren Gelenken wurzelnd, gabelspaltig - ästig, vielblüthig, kahl oder grösstentheils kahl, im Wasser fluthend. Blätter dunkelgrün, kahl, sämmtlich untergetaucht oder die oberen schwimmend, die untergetauchten gabelig - vieltheilig, mit horstlichen nach allen Seiten abstehenden aus dem Wasser gezogen aber pinselförmig zusammenfallenden Zipfeln, die schwimmenden im Umrisse nierenförmig, verschiedenartig - gelappt, gespalten oder getheilt. Blüthenstiele aufgetaucht, bei der Fruchtreife zurückgekrümmt. Kronen 5blättrig, 4 — 10''' im Durchmesser. Kronblätter verkehrt - eirund, weiss mit gelben Nägeln, 9 — 11aderig. Staubggfässe länger als das Fruchtknotenköpfchen. Fruchtboden rauhhaarig. Früchtchen querrunzelig, steifhaarig oder kahl, kurzzugespitzt.
Mai — Herbst
Aendert ab:
- α heterophyllus Wallr. (R. aquatilis E. B. — R. tripartitus fl. dan. — non D. C.) Die unteren Blätter untergetaucht, vieltheilig borstlich, dunkelgrün, fluthend, die oberen schwimmend, dicklich, grasgrün, bandförmig- 3—5lappig oder 3—5spaltig. Zipfel ungetheilt oder selbst wieder 2 — 3spaltig, ganzrandig oder gekerbt, meist ungleich, bald breiter, bald schmäler oder sehr schmal und so allmälig in die borstliche Gestalt übergehend. Kronen 6 — 10''' im Durchmesser.
- β homophyllus Wallr. (R. aquatilis fl. dan. R. paucistamineus Tausch. R. Pantothrix Brot. — Batrachium paucistamineum F. Schultz.) Blätter alle untergetaucht, vieltheilig, borstlich, dunkelgrün. Kronen meist nur 4 — 6''' im Durchmesser.
R. terrestris R. ic. eine durch Ablauf oder Vertrocknen des Wassers am Rande von Lachen auf schlammigen Boden erzeugte Zwergform beider obigen Varietäten hat einen höchstens 3" hohen, dichtbeblätterten Stengel, dicklichere, saftige Blätter mit schmallinealen, kürzeren Zipfeln und im Verhältnisse zur Pflanze auffallend grosse, breite, trockenhäutige Nebenblätter. Diese Form ähnelt dem R. divaricaitus, unterscheidet sich aber durch mindere Sprödheit und Zerbrechlichkeit.
ln stehenden oder langsam fliessenden Wässern, Lachen, Teichen, Abzugsgräben niedriger und gebirgiger Gegenden, stellenweise massenhaft, weite Wasserstrecken mit ihren aufgetauchten, weissen Blüthen teppichartig schmückend.
- α Seltener, in einer Pfütze an der Strasse zum Schmied in der Hölle bei Magdalenaberg (Schiedermayr). Im oberen Schacherteiche (Hofstätter). In Lachen bei Grieskirchen, Mattighofen.
- β Häufig in Donau- und Traunarmen, um Steyregg, Seidlufer, Zizlau, Kleinmüuchen, Ruetzing, Wels, Lambach. Um Aistersheim in Wiesengräben, um Grieskirchen, Weinberg. Um Kremsmünster im Ursprung, Güntherteiche, in der Krems, bei Achleithen, massenhaft in beiden Schacherteichen. In der Teichel bei Windischgarsten u. s. w. in den kleinsten Bächlein wie in den grössten Flüssen."
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