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Narzissen-Windröschen

(Anemonastrum narcissiflora)

V — VII Home frische Rasen
20 — 40 cm indigen LC
Anemone narcissiflora
Synonyme: Anemone narcissiflora, Alpen-Berghähnlein. Geophyt, (mont-)sa(-alp). Eine Laubblattrosette mit sitzenden Blättern befindet sich in einigem Abstand von den Blüten am Stängel. Der Blütenstand ist eine 3 — 8-blütige Dolde. Die 5 — 6 Perigonblätter sind weiß. Die zottig behaarten Grundblätter sind handförmig 3 — 5-schnittig (Lit). Die geschützte Art kommt im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer außer Wien und Burgenland vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Anemone narcissiflora
3-8 blütige Dolde
 
Anemone narcissiflora
Zottig behaarte Blätter. Aufnahmen: 25.07.2016 Portlaalpe

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1082. A. narcissiflora L. sp. (Narcissenblüthige W.)
Wurzelstock schief, abgebissen, schwarzbraun, unterhalb ästig - faserig, am Scheitel geschöpft. Stengel 3" — 1' hoch, aufrecht, an der Basis mehrblättrig, einfach, sammt Blatt- und Blüthenstielen zottig, eine endständige, 3—6blüthige Dolde tragend, seltener durch Verkümmerung 1—2blüthig. Grundständige Blätter gestielt, handförmig - 3 — 5theilig, oberseits dunkelgrün, zerstreutzottig oder kahl, unterseits blasserzottig. Zipfel meist doppelt - 3spaltig in der Jugend übereinandergelegt. Hüllblätter 3 — 4 sitzend, anfangs dicht an die Blüthen gerückt, nach Verlängerung der Blüthenstiele aber von selben entfernter, den grundständigen Blättern ähnlich, nur kleiner, schwächergetheilt, manchmal nur 2—3spaltig. Kelch kronenartig, 8'''—1,5" im Durchmesser, weiss, aussen mit rosenrother Schminke. Kelchblätter meist 5, sternförmig - ausgebreitet, beiderseits kahl. Krone fehlend. Fruchtköpfchen aufrecht. Früchtchen kahl, sehr kurz geschnabelt. Aendert mit gedrungener oder lockerer Dolde, seichter oder tiefer getheilten Blättern, eirunden, stumpfen oder lanzettlichen, spitzen Kronblättern, ab. Die zerquetschte Pflanze zieht Blasen auf der Haut.
Mai — Juli


Auf bewachsenen Felsenabhängen, grasigen Jochen der Kalkalpen und Kalkvoralpen (3000—7000'). Am Almkogel bei Weyer, am Gasberg bei Molln, am hohen Nock, auf Wiesen am Schoberstein bei Steyr. Häufig und grossblüthig in der Krummholzregion des Kasberges ober den Steyerlinger Almhütten (Schiedermayr). Auf beiden Prielen, am Pyrgas, am Warschenegggebirge an der rothen Mauer von der Lakneralm zum Lahnafelde und in der Seeleithen unter der Speikwiese (Oberleitner), am Fusse des Traunsteins, am Sattel bei Ebensee, am Nordabhange des Schafberges (Gustas) u. s. w. meist in grösser Anzahl.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 345), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 28.02.2026

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