Caryophyllales > Polygonaceae > Bistorta officinalis

Schlangen-Knöterich

(Bistorta officinalis)

V — VIII Home feuchte Wiesen
20 — 100 cm indigen NT
Scheinähren
Synonyme: Persicaria bistorta, Polygonum bistorta, Wiesen-Knöterich. Hemikryptophyt, coll-sa. Der Stängel ist fast stets unverzweigt, mit nur 1 endständigen, 1 — 2 cm breiten und 4 — 7 cm langen Scheinähre. Das Perigon ist meist rosa. Das Rhizom ist schlangenartig gewunden. Die Spreite der unteren, gestielten Laubblätter ist bis 22 cm lang und bis 5 cm breit. Sie läuft am Stiel herab (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien vor. Sie ist im südöstlichen Alpenvorland gefährdet, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet und im pannonischen Raum ausgestorben (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Koordinaten des Standortes: 47°34'41,26"N, 14°21'6,41"E. Aufnahmen: 19.05.2025 Pürgschachenmoor
 
Polygonum bistorta
 
 
Polygonum bistorta
 
 
Polygonum bistorta
 
 
Ochra
Aufnahmen: 24.08.2006 Ulrichsberg
 
Scheinähre
Aufnahme: 27.05.2018 Schöneben, Ulrichsberg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"451. P. Bistorta. L. (Bistorta vulgaris Clus. — B. major Clus. hist. — Wiesen-K., Nattern-K., Natterwurz, blühende Hirschzunge.)
Wurzelstock wagrecht, oft fingerdick, walzlich, gedreht, in Gestalt eines liegenden 's' geringelt, außen rothbraun, innen weiss mit röthlichen Flecken, schwärzliche Wurzelfasern schlagend, an dem einen Ende ein Blätterbüschel und meist nur einen Stengel treibend. Stengel aufrecht, 1 — 3' hoch, einfach in eine einzige, endständige, nackte Aehre übergehend, unter den Blättern etwas angeschwollen, kahl; Blätter aus herzförmiger oder abgerundeter Basis eilänglich, eilanzettlich oder länglichlanzettlich, am Rande nicht zurückgerollt, aber wellig und undeutlich feingekerbt, oberseits kahl, freudiggrün, unterseits meist zerstreut-behaart, meergrün, die untersten stumpflich oder spitz, in den halbgeflügelten Blattstiel zugeschweift, die oberen schmäler, spitz oder zugespitzt, sitzend. Tuten sehr lang, nervig - gestreift, schief abgeschnitten, zuweilen eingerissen, braun. Aehre dick, voll, gedrungen - walzlich, aufrecht, ohne Zwiebelknospen. Perigone lebhaft rosenroth, Staubkölbchen purpurroth. Die Wurzel ist ihrer zusammenziehenden Wirkung halber offizinell.
Juni — Aug.


Auf Sumpfwiesen, an quelligen Stellen, Bächen, vorwaltend über Gneiss und Granit der Mühlkreise. Auf Wiesen in Urfahr, z. B. auf der Füger - Hofstetterwiese, hinter der Edtmühle grosse Teppiche bildend, um Pulgarn, Schwertberg, Baumgartenberg, Königswiesen, Weissenbach a. W., Waldhausen; auf Hochmooren und Torfstichen im oberen Mühlkreise bis 4000' aufsteigend. In Traunauen bei Wels, Almegg; an der Ager bei Schwannenstadt, bei Seewalchen, um Mondsee, Zell am Moos. Im Teiche zu Aistersheim. Seltner in der Sandstein- und Kalkzone, z. B. um Weyer, Windischgarsten, im Hinterstoder, bei Steinbach am Ziehberge, im Echernthale bei Hallstatt.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 381), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 29.01.2026

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