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Vogel-Knöterich

(Polygonum aviculare)

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5 — 50 cm lang indigen LC
Polygonum aviculare
Therophyt, coll-mont. Die blühenden Zweige sind fast bis zur Spitze beblättert. Der Stängel ist meist niederliegend. Die Laubblattspreite kann verkehrt-eiförmig, schmal-elliptisch bis schmal-lineal sein (Lit). Die häufige Pflanze kommt in allen österreichischen Bundesländern vor (Lit). Ebenso ist sie in Istrien fast überall häufig (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Polygonum aviculare
 
 
beblätterte Sprosse
 
 
Polygonum aviculare
Aufnahmen: 20.und 25.08.2013 Banjole

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"457. P. aviculare. L. sp. (Vogel-K.)
Wurzel spindelig, faserig, jährig. Stengel vom Grunde aus ästig, mit ausgebreiteten Aesten, niedergestreckt, an den Boden sammt Aesten rosettig fest angedrückt, aufsteigend, selten aufrecht, 4" — 1,5' hoch, kahl wie die ganze Pflanze. Blätter kurzgestielt, fast sitzend, elliptisch, lanzettlich, lineal, zuweilen nadelpfriemförmig verkümmert, spitz oder stumpf, ganzrandig, gras- oder graugrün. Tuten 2spaltig, Spaltzipfel zerschlitzt. Blüthen 8männig, zu 2 — 4 in den Blattwinkeln sitzend, am Ende der Aeste wegen Annäherung und Verkleinerung der Blätter in unterbrochene, zusammengesetzte, beblätterte Aehren übergehend. Perigone zahlreich, klein, grünlich, weiss oder röthlich berandet, zuletzt zusammenschliessend. Samen 3seitig, mit ausgehöhlten, runzelig - längsgestreiften Seitenflächen. Gibt den wilden, körnerfressenden Vögeln reichliches Herbstfutter.
Juni — Nov.


Aendert vielfach ab:

  • α vulgare. Stengel an der Basis liegend, aufsteigend, buschig - ästig, Aeste fädlich, Knoten entfernt. Blätter lanzettlich oder lineal - lanzettlich, grasgrün, kurzgestielt, in den Blattstiel verschmälert.
  • β prostratum. Stengel reich- und kurzverästelt, sammt Aesten rosettig ausgebreitet, an den Boden fest angedrückt, aus mehren Gelenken wurzelnd, Knoten sehr genähert; Blätter klein, oval oder lanzettlich, meist wie die ganze Pflanze blutroth überlaufen, sitzend, zahlreich. Perigone sehr zahlreich.
  • γ aphyllum. Stengel aufsteigend, Aeste und Knotendistanz verlängert. Blätter zu pfriemförmigen Mittelrippen verkümmert, so dass die Scheinähren blattlos erscheinen. Blüthenstand arm.
  • δ graminifolium. Stengel aufsteigend, wenig ästig. Blätter verhältnissmässig lang, lineal, zugespitzt, weich, freudiggrün, kurzgestielt, fast zweizeilig bis an das Ende der Aeste hinaus.

 

  • α Höchst gemein im ganzen Gebiete, oft massenhaft, auf Weiden, Triften, dürren Wiesen, an Mauern, Wegen.
  • β Auf sehr hartem, thonigem Boden zierliche Rosetten bildend, z. B. an Lehmstätten, Lehmpfützen, Ziegelschlägereien, in den Wällen der Befestigungsthürme um Linz nicht selten.
  • γ An Felsen, alten Mauern, an Steindämmen minder häufig.
  • δ Selten auf Aeckern, in Gärten zufällig hier und da, lockeren Boden liebend."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 387), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 28.01.2026

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