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Knöllchen-Knöterich

(Bistorta vivipara)

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5 — 25 cm indigen LC
Persicaria vivipara
Synonyme: Persicaria vivipara, Polygonum viviparum. Hemikryptophyt, om-alp. Der Stängel ist unverzweigt mit nur 1 endständigen Scheinähre. Es sind 3 völlig getrennte Griffel vorhanden, die Staubblätter ragen aus dem weißen Perigon. Die Scheinähren tragen am Grund braune oder purpurne Brutknospen (Lit). Die Art kommt im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer (außer Wien und Burgenland) vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Persicaria vivipara
 
 
Persicaria vivipara
Aufnahmen: 07.08.2013 beim Mittertörl

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"452. P. viviparum L. (Bistorta minor, Clus. hist. Zwiebeltragender K., spitzkeimender K., kleine Natterwurz, Alpen-Nattenwurz.)
Wurzelstock wagrecht, walzlich, geringelt, knotig, gedreht, rothbraun, innen röthlich, feinfaserig, ein Blätterbüschel und meist nur einen Stengel treibend. Stengel aufrecht, 3 — 8" hoch, einfach in eine einzige, endständige, nackte Aehre übergehend, kahl wie die ganze Pflanze. Blätter nach beiden Enden verschmälert, am Rande zurückgerollt und daselbst von verdickten Blattadern wie gekerbt, oberseits gras-, unterseits meergrün, die untersten elliptisch oder lanzettlich, stumpf oder spitz in den ungeflügelten Blattstiel zusammengezogen, die oberen lanzettlich oder lineallanzettlich, spitz, sitzend. Tuten gestutzt, ungewimpert, braun. Aehre dünn, gedrungen, linealwalzlich, aufrecht, der untere Theil der Aehre aus Zwiebelknospen gebildet, Perigone weiss, mit rosiger Schminke, Zwiebel und Staubkölbchen purpurroth. Die Wurzel besitzt keinen zusammenziehenden Geschmack, ist daher nicht verwendbar wie P. Bistorta.
Juni — Aug.


Auf Alpentriften, buschigen Kalkfelsen meist in der Krummholzregion und mit den Bächen in die Thäler herabkommend. Am Almkogel bei Weyer, am hohen Nock, in der Rumpelmayrreith, im Bodinggraben, im Innerstoder zahlreich an der Popenalm , an der Klinserscharte, am grossen und kleinen Priel, am Pyrgas, auf der Speikwiese des Warscheneggs, am Dachsteingebirge, Kranabittsattel, Schafberge, Steingebirge des Attersee’s. Mit Alpenbächen auch an die Ufer der Flüsse herabgeführt, z. B. an die Steyr bei Klaus.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 381), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 27.01.2026

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