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Kalk-Blaugras

(Sesleria caerulea)

III — V Home Felsrasen, steinige Trockenrasen
10 — 45 cm indigen LC
Habitus
Synonyme: Aira varia, Cynosurus caeruleus, Sesleria albicans, Sesleria calcaria, Sesleria varia. Hemikryptophyt, coll-alp. Die ährenartige, allseitswendige Ährenrispe ist zylindrisch bis eiförmig, an der Basis mit schuppenförmigen, häutigen Tragblättern. Die Laubblattspreite hat unterseits einen deutlichen Kiel (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor. Sie ist in der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blätter
 
 
Ähren
 
 
Ähre
Aufnahmen: 09.05.2013 Stögerreith

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"87. S. caerulea. Arduin. (Cynosurus caer. L . sp. — Aira varia Jacq.)
Wurzelstock ein mehrköpfiges, wagerechtes Rhizom, Köpfe mit trockenhäutigen Scheiden besetzt, einen gedrungenen Rasen von Blättern und Halmen treibend; Halme aufsteigend oder aufrecht, 0,5—2' hoch, am Grunde bescheidet, sonst nackt, sammt Blättern und Blattscheiden duftiggrün, kahl; Blätter lineal, flach, die wurzelständigen meist so lang, als der blühende Halm, an der Spitze etwas abgerundet, stachelspitz, am Kiele schärflich, das oberste Halmblatt viel kürzer als seine Scheide; Blatthäutchen länglich, stumpf. Scheinähre 4—10''' lang, gedrungen, oval, seltner eilänglich, lavendelblau, oft verbleichend. Aehrchen 2—3blüthig, Klappen in eine sehr kurze Granne auslaufend, glänzend goldgelb gewimpert, untere Spelze in 3—4 borstliche Zähne, und eine aus der Mitte der Spitze durch den auslaufenden Kiel gebildete Granne endigend. Borsten und Granne nicht halb so lang als die Spelze.
April — Juni.


Sehr häufig und gemein
auf Felsen aller Kalkalpen im Traunkreise und Salzkammergute. Massenhaft um Leonstein, auch schon auf der äussersten Nordgrenze der Kalkzone (Grestnerkalk) auf dem Georgenberg bei Micheldorf und am Schlosse Altpernstein (Schiedermayr). Im Geschiebe der Enns bei Steyr (Britt.). Auf Traunalluvium bei Neubau, Wels, Lambach, am Traunfalle. Häufig in der Sprengau bei Windischgarsten an der Salza (Oberleitner).
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 34), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 03.01.2026

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