Ericales > Ericaceae > Rhododendron hirsutum

Bewimperte Alpenrose

(Rhododendron hirsutum)

V - VII Home Krummholzgebüsche, Zwergstrauchheiden
30 - 100 cm indigen LC
Synonyme: Schneeröserl, Almrausch. Nanophanerophyt, (sm-)om-sa(-u'alp). Die immergrünen Laubblätter sind wechselständig, die Blüten in endständigen Doldentrauben. Die miteinander verwachsenen Kronblätter sind purpurrosa. Die alten Laubblätter erscheinen unterseits grün gefärbt. Sie sind fein gekerbt bis ganzrandig und bewimpert, die Wimperhaare stehen waagrecht ab (Lit). Aufnahme: 26.08.2006 Feuerkogel, Höllengebirge
 
Aufnahme: Juli 1998 Abstieg vom Guttenberghaus, Dachstein
 
Die Halblichtpflanze gedeiht an kühlen, stickstoffarmen Standorten auf trockenen bis mittelfeuchten und schwachsauren bis schwachbasischen Böden, hauptsächlich über Kalk (Lit).
 
Aufnahmen: 22.07.2013 Loser
 
Rhododendron hirsutum
 
 
Rhododendron hirsutum
Wenngleich spärlich, so ist eine Bewimperung der Blätter deutlich zu erkennen. Auch die alten Blätter sind unterseits grün. Interessant deshalb, weil dieses Exemplar am Standort neben der Rost-Alpenrose vorkommt.
 
Rhododendron hirsutum
Aufnahmen: 25.07.2016 Portlaalpe

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"950. Rh. hirsutum L. (Gewimpertes A. — Schneeröserl. — Steinröserl, Almrausch. — Pechkraut.)
Strauch aufrecht, 0,5—3' hoch, buschig-ästig, unterhalb blattlos. Blätter auf der Spitze der Aeste beschränkt, aber allda fast rosettig-gehäuft, elliptisch, oval oder verkehrt-eiförmig, stumpf oder stumpflich, am Rande kleingekerbt, nicht umgerollt, mehr minder steifhaarig - gewimpert, sonst kahl, lederig, oberseits dunkelgrün glänzend, unterseits von zerstreuten oder gedrungenen, aber nicht zusammenfliessenden, harzigen, anfangs gelblichen, später rostbraunen Drüsen getüpfelt. Blüthen in endständigen Doldentrauben auf aufrechten Stielen nickend. Blüthenstiele bis 1" lang, zerstreut-steifhaarig, nebst Kelchen, Aussenseite der Kronen und der Fruchtknoten drüsig - harzigpunktirt. Kelchzipfel gross, lanzettlich, spitz, länger als breit, gegen die Spitze gezähnelt - gewimpert. Kronen trichterig, bleichrosa bis fast purpurroth. Enthält narkotisch scharfe Stoffe.
Juni— Aug.


Massenhaft verbreitet in der Krummholzregion aller Kalkalpen, von wo es durch Alpenbäche herabgeführt, in den angrenzenden Thälern sich ansiedelt, z. B. im Redtenbachthale und am Pieslingursprung bei Windischgarsten, am Kremsursprung bei Michldorf, an der Steyer und Steyerling im Preiseggergraben bei Klaus, am Trattenbach bei Spital. Vom Traunsteine, Saarsteine, Dachsteingebirge, Hallstätter Salzberge bis zu den Ufern der ihren Fuss bespülenden Seen herab. Die rosenrothe Farbe der Kronen steigert sich mit der Erhebung über die Meeresfläche und geht, z. B. am hohen Nock, auf den Stoder-, Spitaler- und Salzkammergutalpen in Höhe von 5000' fast ins Purpurrothe über, während die Pflanzen der Thäler nur ein bleiches Rosa darstellen.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 230), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 Letzte Bearbeitung 15.04.2024

Top