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Stech-Wacholder

(Juniperus oxycedrus)
HR: šmreka

Juniperus oxycedrus
Iuniperus hieß der Wacholder bei den Römern und eventuell leitet sich das von „iuveni paros“ = zu früh gebärend, abortierend ab. In der Tat enthält Juniperus sabina (Sadebaum) Podophyllotoxin, welches stark abortiv wirkt. Der Stechende Wacholder zeigt diese Wirkung nicht. Oxycedrus = rote Zeder (wegen der „Beeren“). Seine Nadeln stechend und zerkratzte Unterschenkel sind die Folge des Botanisierens in Macchie und Garrigue. Seine Früchte sind keine Beeren, sondern Zapfen, deren Schuppengewebe saftig ist. Wacholderbeeren sind also ungiftige, als Gewürz verwendbare Wacholderzapfen. Die Nadeln stehen zu dritt in Quirlen. Sie besitzen oberseits 2 Wachsstreifen. Meist trifft man den Stechwacholder als kleinen Strauch an, ich habe aber auch schon 3 m hohe Bäumchen gesehen.
Die ätherischen Öle enthalten Cadinen, einen bicyclischen Kohlenwasserstoff. Cadinen leitet sich vom französischen „Genévrier cade“ = Stechwacholder ab. Na also. Cade-Öl gewinnt man durch trockene Destillation von Stechwacholder-Zweige. Man mischt es in Salben gegen Hautausschläge, Beta-Cadinen verwendet man als Geschmackstoff in der Lebensmittelindustrie.
 
 
Juniperus oxycedrus
Aufnahmen: 12.04.2014 Stari Rakalj
 
Aufnahme: 20.03.2016 Stari Rakalj
 
Juniperus oxycedrus
Einmal baumförmig. Aufnahme: Verlassenes Dorf bei Osor (Cres).
 
Aufnahme: Nerezine (Losinj)
 
Juniperus oxycedrus