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Licht

Nicht die gesamte Lichtmenge dringt in den Wasserkörper ein. Ein Teil wird reflektiert. Das ist vom Einfallswinkel des Lichtes abhängig. Je niedriger die Sonne steht (= größerer Einfallswinkel) desto größer ist die Reflexion. Das merkt man beim Schnorcheln in den frühen Vormittags- und späten Nachmittagsstunden. Die Intensität und die spektrale Zusammensetzung des Lichtes ändern sich stark mit der Wassertiefe. Der Rotanteil geht schon nach wenigen Metern verloren.
Links die Originalaufnahme: Tiefe etwa 2-3 Meter, nur mehr wenig Rotanteile - die Aufnahme wird bläulich-grünlich und kontrastarm. Rechts dieselbe Aufnahme (gespiegelt) nachbearbeitet. Der Rotanteil wurde angehoben, Blauanteil und Grünanteil vermindert. In stark beschatteten Bereichen oder gar in Höhlen bleibt nur mehr der Blauanteil erhalten. Diese Umstände haben starken Einfluss auf die Verteilung der vom Licht abhängigen Algen.

In der euphotischen Zone läuft die Fotosynthese noch mit einem Nettogewinn an organischem Material ab. An der Küste unterscheidet man:

  • Starklichtzone (Infralitoral - im Mittel bis 35 m Tiefe) Brauntange, Seegräser
  • Schwachlichtzone (Circalitoral - im Mittel bis 100 m Tiefe) vielzellige Algen
  • Restlichtzone (Bathylitoral - im Mittel bis 200 m Tiefe) einzellige Algen

Beim Schnorcheln begegnet man der Schwachlichtzone allerdings auch schon in wenigen Metern Tiefe: Felsvorsprünge, Ritzen und Höhlen. Im hinteren Bereich von Höhlen gerät man manchmal auch in die aphotische Zone, wohin nicht einmal Streulicht gelangt. Hier wird man keine pflanzlichen Organismen vorfinden.

Die Abfolge der Algen nach dem Lichtangebot (von viel nach wenig Licht):

 
Braunalgen in der Starklichtzone