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Prodol

Koordinaten: 45° 0'1.73"N, 13°58'11.90"E

Prodol ist ein kleines Dorf, das an der Hauptstraße zwischen Barban und Marcana liegt. Hier ist es sehr ruhig und ideal für ausgedehnte Spaziergänge durch den Schibliak.
 
Aufnahmen: 03.04.2015
 
Aufnahme: 14.04.2017
 
Die Villa Lipa - das Ferienhaus von Vesna und Davor Tešović, die mir seit 2003 einige ihrer Objekte vermietet haben, zunächst in Banjole, dann jahrelang ein Appartement in Premantura, dann wieder in Banjole und schließlich hier in Prodol. Das Appartement in Premantura war lange Zeit eine wirklich feine Sache, da es sich in einem Haus nächst dem Naturpark Kamenjak befand und wir die Halbinsel zu Fuß erkunden konnten. Premantura hat sich allerdings zum Nachteil verändert. Unzählige Bauten schossen aus dem Boden, mittlerweile ist fast jeder verfügbare Quadratmeter verbaut und täglich wälzt sich eine Autokolonne in den Naturpark, der diese Bezeichnung eigentlich nicht mehr verdient. Lediglich im Frühjahr kann man dort noch ungestört die Vegetation studieren.
Mittlerweile sind wir Freunde geworden und von Davor bekomme ich viele Tipps, was Restaurants und den Verkauf von Naturprodukten angeht. Meist sind wir zwei- bis dreimal im Jahr hier: Zu Ostern, zu Pfingsten und im Hochsommer. Heuer waren wir das erste Mal Ende Oktober hier und waren überrascht, wir schön sich Istrien im Herbst mit frischem Grün und der Pracht sich verfärbender Blätter zeigen kann.
Aufnahme: 31.10.2016
 
Das Lindenwäldchen Anfang April 2015
 
Der angrenzende Strauchwald - im Frühling begehbar, im Hochsommer fast zu vermeiden: Manche Stellen sind sehr verwachsen und man kommt nur langsam vorwärts.
 
Selbstverständlich begegnet man hier an einem heißen Augusttag keinem Menschen. Im Wald ist es jedoch angenehm kühler. Im Strauchwald wachsen hauptsächlich die Orientalische Hainbuche, Roter Hartriegel, Kornelkirsche und Schlehdorn. Vereinzelt stehen Zerreiche, Flaumeiche, Feldahorn und Dreilappiger Ahorn. Überall deckt der Efeu den Boden und windet sich an den Bäumen empor. Wo ein wenig mehr Licht bis zum Boden durchdringt, wächst viel Mäusedorn.
 
Plötzlich wird es lichter und man betritt vielleicht eine ehemalige Wiese oder Weide, die aber zusehends verbuscht. Man fragt sich unweigerlich, wann hier die Nutzung aufgegeben wurde.
 
 
 
Ein Kažun am Waldrand deutet auf eine ehemals intensivere Nutzung hin.
 
 
 
Die Wiese wird offensichtlich zumindest einmal gemäht. Hinter ihr führt die Straße von Filipana nach Prodol.
 
Dieses Kažun ist von der Straße aus zu sehen.
17.08.2020