Papaya

(Carica papaya)

Papaya
Papayas werden auch gerne als Zierbäume angepflanzt.
 
 
Papaya
Aufnahmen: 22. und 25.12.2013 Puerto de la Cruz
 
 
Aufgeschnittene Papaya-Frucht. Das Exokarp ist dünn, aber ledrig fest. Meso und Endokarp sind nicht abtrennbar, beides fleischig und sehr saftig. Noppenartig stehen in die Höhlung Auswüchse der Placenta vor. Jede Noppe trägt einen leicht lösbaren Samen.
 
 
Die Samen lösen sich leicht von den Placenta-Auswüchsen. Sie sind von einer glitschigen Schicht (Sakrotesta) eingehüllt. Diese Sarkotesta kann man abziehen und es findet sich darin ein Same, der an ein Pfefferkorn erinnert. Grund dafür ist, dass man auf die etwas gefranste Sklerotesta sieht. Sarko- und Sklerotesta entstehen aus den beiden Integumentschichten im Fruchtknoten.
 
 
Flächenschnitt durch das Exokarp: Dicht gepackte Epidermiszellen mit einigen Schließzellen und vielen Idioblasten mit Oxalatkristallen.
 
 
Oxalatkristalle. Die Zellen enthalten gelbliche Chromoplasten.
 
 
In der Hypodermis sind bereits Milchröhren zu erkennen.
 
 
Im Mesokarp liegen voluminöse, prall mit süßem Zellsaft gefüllte Zellen, zwischen denen große Interzellularen vorkommen. Diese Zwischenzellräume sind mit Luft erfüllt und führen im unbehandelten Frischpräparat zu unliebsamen Erscheinungen. Das Gewebe muss man daher vor der Bbesichtigung gut entlüften. Wie man am Bild sieht, ist das Mesokarp von vielen Milchröhren durchzogen. In diesen Milchröhren ist das Papain, ein Protein spaltendes Enzym, enthalten.
 
 
Die langen und verzweigten Milchröhren entstehen durch Verschmelzung von Parenchymzellen indem die Querwände aufgelöst werden. Wie man hier sieht, sind auch Verzweigungen und Querverbindungen möglich.
 
 
 
 
 
Herkömmliche Gefäße findet man ebenfalls: Welche mit ringförmigen Verstärkungsleiste, aber auch mit spiralförmigen.
 
 
Hier ein Bild von der abgetrennten, stark verschleimenden Sarkotesta. Wie im restlichen Samen sind hier keine süßen Säfte mehr enthalten, sondern scharf schmeckende Senfölglycoside.
 
 
Zellen der Sakotesta, die noch nicht verschleimt sind, rechts davon ein Bereich, in dem die Verschleimung schon fortgeschritten ist.
 
 
Querschnitt durch ein Samenkorn mit umgebender Sklerotesta. Diese bildet nicht nur eine anliegende Schale (inneres Integument), sondern verfügt über lappen- und fransenartige Gebilde an denen die Sarkotesta anliegt. Diese "Mesotesta" und die Sarkotesta entwickeln sich aus dem äußeren Integument. Der Schnitt ist relativ dick, das Material aufgrund der Glitschigkeit aber zum Schneiden kaum zu halten.
 
 
Ausschnitt aus einer Mesotesta-Falte. Schwammiges Aussehen (ist aber hart). Die Zellen besitzen entsprechend dicke Zellwände.
 
 
Die Zellen im Endosperm enthalten viel Öltröpfchen, aber keine Stärke.
 
 
Quellen:
- Franke, Elsa; Lieberei, Reinhard; Reisdorff, Christoph. Nutzpflanzen (German Edition) (Seiten 172-175). Thieme. Kindle-Version.
- Fisher, Jack B.: The vegetative and reproductive Structure of Papaya (Carica papaya). Lyonia. Occasional Papers of The Harold L. Lyon Arboretum. Vol 1, No. 4. January 1980. https://scholarspace.manoa.hawaii.edu/bitstream/10125/10737/1/vol1.no4-1980.pdf