Götterbaum

(Ailanthus altissimus)

Götterbäume hinter der Meeresschule Valsaline. Pula, August 2004.
Der Name Ailanthus ist eine Umgestaltung aus dem Chinesischen: yaolan tian bedeutet „Wiege des Himmels“, altissima = der oder die höchste. Ein hoher Baum, der mancherorts gerade einmal strauchig hochkommt. Der sommergrüne Baum besitzt riesige, bis zu 80 cm lange, unpaarig gefiederte Blätter, die ein wenig an die Blätter der Esche erinnern. Dieser Neophyt stammt aus China und Taiwan und breitet sich in Europa vor allem im Mittelmeergebiet invasiv aus. Dadurch wird er hier zum Problem, da damit eine Verdrängung heimischer Arten einhergeht. Der Baum vermehrt sich auch durch Wurzelsprossung und Stockausschlag vegetativ hervorragend.
In seiner Heimat lebt der Götterbaumspinner, dessen Raupe einen nutzbaren Seidenkokon liefert. Das war neben der Nutzholzgewinnung ein Grund für die Einfuhr in Europa. In Österreich wird der Baum bereits aktiv bekämpft, hier in Istrien wird er noch erheblichen Schaden anrichten. So keimt der widerstandsfähige Baum in manch altem Dorf und trägt dort zum schnelleren Verfall ruinöser Häuser bei. Wer soll die Beseitigung dieses invasiven Neophyten bezahlen, wenn schon das Geld für Renovierungen fehlt?