Cucurbitaceae > Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina

Zucchini

(Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina)

Die verzehrbare Frucht zählt zu den Einzelfrüchten und innerhalb derer zu den Schließfrüchten, bei denen die Samen auch noch nach dem Abfallen von der Mutterpflanze vom Perikarp umhüllt bleiben. Das Perikarp ist in ein äußeres Exokarp, ein mittleres Mesokarp und ein innen liegendes Endokarp gegliedert. Eine besondere Form der Schließfrüchte bilden die Beeren, bei denen der fleischige Zustand des Perikarps bis zur Reife anhält. Meso- und Endokarp schwellen für gewöhnlich stark an und führen viel Saft. Die Früchte der Kürbisgewächse werden allgemein der harten Schale wegen als Panzerbeeren bezeichnet.
 
 
Flächenschnitt mit Sicht auf die Epidermis und stellenweise das darunterliegende, grüne Parenchym bei einer Vergrößerung von 40x. Das außen liegende Exokarp bildet die Schale mit der Epidermis und auflagernder, dünner Cuticula. Der Epidermis schließt ein grünes Parenchym an, deren Zellen viele Chloroplasten beinhalten.
 
 
Hier (100x) ist die lückenlose Packung des Abschlussgewebes (Epidermis) gut zu erkennen. Auffallend sind die eingelagerten, aus 2 Schließzellen bestehenden Atemöffnungen. Sie weisen in der Mitte einen lufterfüllten Spalt auf (erscheint schwarz im Bild). Die Schließzellen enthalten Chloroplasten und sind daher innerhalb der Epidermis leicht zu identifizieren.
 
 
Das Mesokarp bildet den Hauptteil jenes Gewebes, das wir als Fruchtfleisch bezeichnen. Die Abb. zeigt einen Querschnitt durch das Exo- und Mesokarp bei etwa 100facher Vergrößerung. Ein optimaler Schnitt per Hand gelingt nicht leicht, da die saftige Beschaffenheit des Mesokarps eine exakte Führung der Rasierklinge erschwert. Keilförmige Präparate sind die Folge. Zumindest die Dreiteilung in Epidermis, Assimilationsgewebe und Fruchtfleisch ist zu erkennen. Beim Schälen von Zucchinis oder der verwandten Gurke werden Epidermis und Assimilationsgewebe als Schale entfernt. Nur im Quer- oder Längsschnitt ist oberhalb der hochprismatischen Epidermiszellen eine dünne Cuticula erkennbar.
 
 
Die Abb. zeigt einen Zoom (400fach) in das Assimilationsgewebe. Die 5- bis 6-eckigen Zellen beherbergen viele kugel- oder linsenförmige Chloroplasten. Wenn man die Chloroplasten genau betrachtet, kann man erkennen, dass sie weisen eine Körnung aufweisen.
 
 
Auch die großlumigen, fast kugeligen Zellen des Mesokarps können vor allem am Übergang zum Exokarp noch vereinzelt Chloroplasten aufweisen. Die Anzahl der Chloroplasten in den Mesokarpzellen nehmen jedoch mit der Annäherung an das Endokarp hin ab. In der Mitte des Bildes sieht man eine Zelle, in der sich die wenigen Chloroplasten um den Zellkern gruppiert haben - ein Phänomen, das man auch in Leukoplasten-führenden Zellen beobachten kann. Beachtenswert sind auch die an den Ecken auftretenden Interzellularen.
 
 
Die Abb. (400x) zeigt die großlumigen Zellen des Fruchtfleisches (Mesokarp) im Inneren der Frucht. Hier sind keine Chloroplasten mehr zu sehen, denn das Licht dringt nicht in diese tiefen Schichten vor. Hier sind in den Zellen vermehrt kreisrunde Öltröpfchen anzutreffen.
 
 
Die Abb. zeigt einen Ausschnitt der überall anzutreffenden Leitbündel. Dabei handelt es sich um Elemente der Wasserleitung. In der Abbildung erkennt man die typischen ring- oder treppenförmigen Verstärkungsleisten der fusionierten Zellschläuche, die der Flüssigkeitsversorgung der Gewebe dienen. Im Fall der reifen Frucht wird hier wohl nicht mehr viel transportiert. Bei langer Lagerung der Früchte verlieren diese viel Wasser über die Atmungsöffnungen der Epidermis, die Früchte beginnen zu verschrumpeln und werden unansehnlich.
 
 
Querschnitt durch einen isolierten Samen. Das anhaftende Endokarp ist noch stellenweise vorhanden, danach folgt die Samenschale mit hochprismatischen Zelle (helle Linie). Darunter befindet sich der Embryo mit seinen 2 Keimblättern und dem Samennährgewebe in der Mitte.