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Rundknollige Osterluzei

(Aristolochia rotunda)

Der Gattungsname Aristolochia leitet sich aus dem Griechischen her. „Aristos“ bedeutet „der beste“ und „lochos“ ist das Kindbett, „locheia“ die Geburt. Schon bei Hippokrates (um 400 v. Chr.) ist über diese Pflanze zu lesen und auch der römische Gelehrte Plinius d.Ä. (1. Jhdt n.Chr.) und der griechische Arzt Dioskurides (1. Jhdt n.Chr) erwähnen sie als wichtige Pflanze in der Geburtsmedizin. Ihre Wirkstoffe fördern die Wehen. Aristolochiasäure ist ziemlich giftig und kann zu Atemlähmungen führen. Sie soll auch krebserregend und mutagen wirken und ist daher heute als Arzneimittel verboten.
Der deutsche Name leitet sich so ab: aristolocia – ostilucie – ostirluzie.
Interessant sind die Blüten der Osterluzei-Arten: Es handelt sich um Kesselfallenblumen. Angelockte Insekten gleiten durch die Röhre des Perigonblattes in eine kesselartige Erweiterung am Blütenboden. Reusenhaare verhindern ein Entkommen. Erst nach erfolgter Bestäubung durch das Insekt welken die Reusenhaare und geben den Weg nach außen frei.
 
Aufnahmen: 19.04.2011 Prestanisin rt, Premantura
Aufnahme: Veli Losinj, April 2000.

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