Gesteine > Magmatite

Magmatite

Plutonite
(Tiefengesteine)
Vulkanite
(Ergussgesteine)
Das aufsteigende Magma ist in der Tiefe der Erdkruste stecken geblieben. Lange Abkühlungszeit und daher Ausbildung großer Kristalle. Das aufsteigende Magma erreichte die Erdoberfläche. Kurze Abkühlungszeit und daher meist eine mineralische Grundmasse mit einzelnen Kristallbildungen.

 

Die Erstarrungsgesteinen bestehen zur Hauptsache aus Silikaten (Inselsilikate, Kettensilikate, Ringsilikate, Schichtsilikate und Gerüstsilikate) und überschüssiger Kieselsäure (Quarz).
Helle Minerale (leukokrat, sialisch) enthalten viel Kieselsäure, während die dunklen (melanokrat, mafisch) weniger enthalten. Dem entspricht auch der Chemismus: Helles Gestein = "saurer Magmatit", dunkles Gestein = "basischer Magmatit". Selbstverständlich gibt es Ausnahmen.
Während des Aufsteigens und Abkühlens eines Magmas kommt es zu einer sogenannten Kristallisationsdifferentiation. Vereinfacht gesagt: Während eine Schmelze abkühlt, werden jene Komponenten zuerst fest, die den höchsten Schmelzpunkt aufweisen. Sie sind am dichtesten und sinken innerhalb der Schmelze ab und bilden festes Gestein. Die verbleibende Schmelze hat nun eine andere Zusammensetzung. Dieser Vorgang der Entmischung und des Kristallisierens schreitet kontinuierlich voran, bis schließlich Restmagma und wässrige Lösungen übrig bleiben. Das Restmagma füllt häufig aufgerissene Gänge und Spalten. Grobkörnige Varianten nennt man Pegmatite, feinkörnige werden Aplite genannt.
Quelle: Schema der Kristallisationsdifferentiation eines basischen Magmas nachZeil. In: Richter, Dieter: Allgemeine Geologie. Sammlung Göschen. Walter de Gruyter, 1980.
Dünnflüssiges Magma bleibt eher nicht in der Tiefe stecken. Daher sind Gabbros selten und Basalte häufig. Zähes Magma bleibt hingegen leicht in der Tiefe stecken. Daher sind Granite häufig und Rhyolithe eher selten.

 

Klassifikation anhand des QAPF-Doppeldreiecks